Vielleicht war auch das der Grund warum wir nach dem Elefanten Trekking im Dschungel und der anschließenden Krokodil-Show mit Mr. Tom und den anderen Gästen an Board unseres Jeeps allein dem Konvoi der zahlreichen Jeeps unserer Tour folgten.
Mittagessen gab es dann in einem kleinen Restaurant auf dem Berg (wer da wohl sonst so hoch kommt?). Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, dass wir auch noch auf einer Kokosnussplantage waren und dort zugesehen haben, wie ein Affe Kokosnüsse vom Baum holt für die Farmer. Mit dem kleinen Affen haben Alex und ich dann Fotos gemacht.
Doch zurück zum Dschungel. Unser ruckeliger Weg führte uns als nächstes zu einer Kautschukplantage auf der wir sahen, wie man aus den Gummibäumen das Zeug rausholt. Allerdings arbeiten Kautschuk-Farmer nur nachts, weil es dann kühler ist und der Saft besser fließt. Mr. Tom erfreute Alex und mich mit einer gefangenen Heuschrecke. Auf dem Aussichtspunkt hatte er mir bereits eine riesige Spinne in mein Kamera-Etui gesteckt. Was ein Witzbold…
Es war auch immer sehr lustig, wenn er so über die Steine und Furchen fuhr, so dass der Jeep ganz schräg stand. Nach einiger Zeit hatten wir uns daran gewöhnt, wenn er laut: „Ahhhh, Maami, Paapi!!!“ schrie.
Als letztes auf unserer Route lag der „Big Buddha“, der uns aber nicht mehr allzu sehr beeindruckte, da wir in Bangkok und Ayutthaya schon soviele Tempel mit riesigen Buddha-Statuen gesehen hatten. Dort find es dann auch an zu regnen, was sich leider bis jetzt (19h30) fortgesetzt hat, aber so ein warmer Tropenregen hat ja irgendwie auch was. Gleich wollen wir etwas essen gehen und dann mal schauen, was das Nachtleben von Chaweng so zu bieten hat. Unsere Tour heute war ihr Geld auf jeden Fall wert…allein schon die Jeep Safari!
Das Nachtleben von Chaweng spielte sich in einer Straße ab, in der sich Bar an Bar und Club an Club reihte. Allerdings war in den meisten Clubs das Verhältnis Frauen zu Prostituierten ungefähr 10 zu 90, so dass wir, nach dem fehlgeschlagenen Versuch herauszufinden, wo Timo Maas auflegt, schließlich in einem R&B-Club landeten, was Alex natürlich sehr freute. Dort blieben wir auf der Tanzfläche, tanzten und beobachteten Leute, bis wir irgendwann erschöpft und verschwitzt nach Hause gingen. Diese Nacht schlief ich wie ein Stein…
Heute wurden wir dann um 10h zum Cable Riding abgeholt und wieder einmal lange, ausgewaschene Erdstraßen entlang in den Dschungel gekarrt. Unsere Backpacks hatten wir nach dem Check Out im Hostel eingelagert. Cable Riding macht total viel Spass! An langen Stahlseilen, die durch den Dschungel gespannt sind, kann man sich eingeschnallt in ein Sicherheitsgeschirr wie an einer Kinderspielplatz-Seilbahn von einer Baumwipfelstation zur nächsten jagen. Nur dass die Seilbahn sich in ca. 20m über dem Boden befindet. Das macht total Laune und man sieht die Wälder mal aus einer ganz anderen Perspektive. Guides sind die ganze Zeit dabei, erklären, wie man Anlauf nehmen oder Bremsen muss und haken einen an die Seilbahn an. Wieder unten angekommen stürzten wir uns auf Gratis-Obst, um unsere tägliche Dosis Ananas zu erfüllen, hihi.
Nach dem wir vom Cable Riding zurück waren, nahmen wir ein kurzes Mittagessen im Wave Samui, unserem Hoten zu uns und verabschiedeten uns dann in Richtung Hat Bo Phut im Norden von Ko Samui. Das Taxi dorthin kostete uns 300 Baht und ließ uns direkt am „Free House Bungalows“ raus, in dem wir heute Nacht nächtigen werden, bevor wir morgen nach Ko Phangan übersetzen. Hier haben wir einen kleinen hölzernen Bungalow mit einem Bett mit Moskitonetz, ganz so wie ich es mir eigentlich vorgestellt hatte! Der Strand ist ca. 100 Meter von unserer Hütte entfernt, sehr ruhig, mit Kokospalmen und kleinen hölzernen Strandbar mit Chill Out Musik.
Gestern hat uns noch ein monsunartiger Regenschauer erwischt. So verbrachten wir den Abend auf der Veranda unseres Bungalows und lasen in unseren Büchern. Doch wir mussten trotzdem noch einmal raus in die Niagarafälle, um triefnass durch metertiefe Schlammpfützen zu waten und dann übersäht von Schlammflecken Geld zu ziehen und im kleinen Supermarkt von Bo Phut unsere Wasservorräte aufzufrischen. Zurück im „Free House“ beschlossen wir dort zu Essen und da unser Wirt um 22h schloss, reichte die Zeit nicht mehr für einen Gute-Nacht-Cocktail wie all die anderen Nächte. Unter unserem Fliegennetz in unserem Bett hermetisch abgeriegelt, verfielen wir in einen langen Schlaf. Bedauerlicherweise hatte sich eine Stechmücke mit unter das Netz gemogelt und nutzte die Situation schamlos aus!
Heute verbrachten wir den Tag zunächst am Strand. Unser erster richtiger Strandtag! Den riesigen Sonnenbrand an meinem Körper, der besonders meine Oberschenkel in rotglühende Herdplatten verwandelt hat, sollte ich erst viel später bemerken.
Nach Ko Phangan brachte uns ein Highspeed-Catamaran, der in 5 Minuten das andere Ufer erreichen sollte. Doch wir wurden schon um 15h45 abgeholt, um zu unserem Boot zu gelangen, das um 17h ablegen sollte. Thailändischer Pünktlichkeit sei dank legten wir dann auch schon um 17h30 ab. Vom Anleger aus ließen wir uns von einem „Taxi“ (ein umgebauter Pickup mit Bänken hinten drauf) nach Bantai bringen, wo wir von einem Guesthouse mit Baumhütten gehört hatten. Doch das „Paradise Beach Bungalows“ (Field Paradise Village) entpuppte sich als Enttäuschung, denn es gab nur eine Hütte, die richtig im Baum war und die war dank ihrer kleinen Fenster total dunkel und auch etwas schmutzig (mein erster Blick in neuen Unterkünften richtet sich immer aufs Klo!).
Hat Rin ist zwar ebenso touristisch wie es Hat Chaweng auf Ko Samui ist, doch irgendwie ist hier alles anders. Es liegt eine andere Stimmung in der Luft und es ist eine andere Art von Tourismus. Auch der Rhytmus der Leute scheint anders zu sein, denn als wir um 21h auf Nahrungssuche gingen, waren zwar alle Läden und Restaurants offen, aber total verwaist. Ein Touristenort ohne Touristen quasi! Auch gemütliche Strandbars und -restaurants sucht man hier vergeblich. So aßen wir bei einem sehr netten Inder mitten in der „Stadt“ von dessen Essen uns bis jetzt noch irgendwie schlecht ist, warum auch immer und gingen dann in die Cactus Bar, um dort den Flyer für einen Free Drink einzulösen, den wir auf der Straße bekommen hatten. Es entpuppte sich als Vodka-Red Bull, was der Barkeeper uns zusammen mischte.
Mit blaugefrorenen Oberschenkeln watete ich dann einige Zeit später hinter Alex her. Wenn wir schon nicht über die ganze Insel kamen, dann wenigstens ein bißchen durch Hat Rin. Wir liefen am Sunrise Beach entlang, an dem immer die Full Moon Parties stattfinden, durch die kleine Stadt und dann den Berg hinaus in den Dschungel. Dort fanden wir den erhofften View Point aber leider nicht.
Nach einem ersten westlichen Dinner mit Hähnchen und Pommes zogen wir ein wenig durch die kleinen Boutiquen und endeten dann wieder im Cactus am Strand und beobachteten bei unserem Gute-Nacht-Cocktail die Feuertänzer und die die es noch werden wollten…da hatte der Regen uns auch mal eine kleine Pause gegönnt!
Also stapften wir mit unseren Rucksäcke durch den Sand und kamen im „Big Fish Dive Resort“ unter. Diesmal hatten wir eine kleine Hütte mit Meerblick und entspannten erstmal am Strand. Zwei deutsche Typen waren ebenfalls in unserem Resort, zufälligerweise auch noch aus Celle. Aber Malte und Dane waren ganz nett und erzählten uns, dass Ko Samet und Ko Chang sehr empfehlenswert für unseren nächsten Besuch seien, weil diese Inseln noch nicht so touristisch wären wie Ko Samui und Ko Phangan.
Unser Abendessen im Strandrestaurant unseres Bungalows war auch sehr gut, aber scharf und der Blick über die Bucht war phantastisch!!! Allerdings war es etwas wenig Nahrung für uns, also orderten wir zum Nachtisch einen Pancake mit Nutella und schauten zu wie die Sonne über der Bucht unterging.
Unseren Gute-Nacht-Cocktail nahmen wir in der Eazy Bar, einer Terasse überm Meer, zu uns. Bei Chillout-Musik und kiffenden Hippietypen um uns herum kam ich mir wieder vor wie in den 70ern. Dachte nicht, dass soviele hier Drogen konsumieren würden, da es ja auf Drogenbesitz die Todesstrafe geben kann…
Da morgens um 6h30 unsere Nächte jäh beendet wurde durch den Besuch einer ekelhaften Kakerlake in unserem Badezimmer, waren wir eh schon etwas knöttig drauf. Die Kakerlake hatet sich dank der Besprühung mit „No Bite“ Insektenspray unter unser Bett geflüchtet, also waren die restlichen Stunden Schlaf nicht mehr allzu erholsam. Aufgrund ihres Besuchs und der Tatsache, dass unsere Matratze einen schier unerträglichen Schimmelgeruch ausstieß, siedelten wir ins nahgelegene „Ko Tao Tropicana Resort“ um.
Ein kurzer Stopp an der bekanntesten und größten Bucht, der Sai Ree Bay, ging es weiter zu einem Viewpoint, von dem man die kleine Insel Ko Nang Yuan mit ihrem Verbindungsstrand zu einer anderen Insel sehen konnte. Es begann mittlerweile zu regnen. Patschnass flohen wir zurück durch die Wälder, vorbei an Resorts, den Hütten der Einheimischen und jede Menge Müll am Straßenrand nach Sai Ree, wo wir in einer Strandbar bei ein paar Shakes Unterschlupf fanden. Unsere Sachen waren so nass als hätte man uns ins Meer geschubst.
Wiederum mitten im Dschungel tauchte plötzlich eine Wellblechhütte mit Holzveranda auf, die sehr an die Häuser der ärmeren Thais erinnerte. Man hörte leise Musik von drinnen (wir waren durch den Dschungel einem Stromkabel gefolgt) und draußen hing ein Schild: „You are tired, you can sit, rest here!“. Ein Stück weiter hatte vermutlich der Besitzer der Hütte einen kleinen Stand aufgebaut, an dem er Wasser und Kokosnüsse verkaufte. Zumindest laut dem Schild aus Holz, denn ein Mensch war weit und breit nicht zu erahnen. Wir folgten einem Schild „Mango Bay“ noch eine Weile über einen matschigen Pfad und kehrten dann schließlich um, weil kein Wegende in Sicht kam und wir für weitere Auf- und Abstiege zu erschöpft waren. Pünktlich zurück am Quad fing es dann auch an zu regnen.
Das Quad steckte im Boden fest und ließ sich erst nach mehrmaligem Schieb-, Zieh- und Anfahrmanöver durch uns lösen. Den Berg hinunter fuhren wir etwas angsterfüllt, denn wir rutschten auf dem aufgeweichten Boden von einem Hinderniss ins nächste und die Bremsen machten nicht den Eindruck als wollten sie noch lange halten. Dann brach auch noch der Himmel über uns herunter und als wir dachten es könnte nicht mehr schlimmer werden, zeigte uns der Wetter-Buddha erstmal wie weit das noch steigerungsfähig ist! Nasser konnten wir nicht sein und in unseren Augen taten die entgegenkommenden Regentropfen weg.
Abends wanderten wir bis zu einer nahegelegenen Strandbar, in der es Buffet mit Meerblick gab. Das war toll, denn so konnten wir endlich mal alles ausprobieren, was wir uns sonst nicht zu bestellen trauten. Ein, zwei Gute-Nacht-Bier und eine Stunde im Internet Café später legten wir uns dann k.o. in unsere Betten und hofften, dass das Wetter morgen besser werden würde.
Heute haben wir eine Schnorcheltour rund um die Insel gemacht.
Bei Stopps in der Wong Bay und der Mango Bay sind wir schön in den Korallenriffs geschnorchelt und haben unzählige bunte Fische entdeckt. Ein paar Japanerinnen, die nicht schwimmen konnten, waren mit an Board und wurden nur mit Schwimmwesten zu Wasser gelassen. Eine von ihnen musste dann auch gleich auf einen Felsen am Ufer klettern und holte sich bei ihrer verbotenen Aktion gleich mal einen großen Schnitt am Bein an den Korallen. Alex und ich dümpelten derweil in beiden Buchten im Meer herum und nahmen dann in der Mango Bay die angebotenen Früchte und Sandwiches dankend an.
Auf Nang Yuan Island bestaunten wir den Strand, der drei winzige Inseln wie eine Sandbrücke verbindet. Dort entspannten wir am Strand bis Alex’s Magen auch angekommen war und erklommen dann den „kleinen“ Berg der einen Insel, um vom View Point aus eine Übersicht zu bekommen. Zunächst kraxelten wir Holzstege und -treppen hinauf, die dann in eine Steintreppe mündeten und das letzte Stück musste man an den Felsen hochklettern. Der Blick von oben war dann aber traumhaft! Wir machten ein paar triefnasse und verschwitzte Fotos und stiegen dann durstig wieder bergab.
Ach hab ich überhaupt schon erwähnt, dass wir den gesamten Tag Sonne und tiefblauen Himmel hatten? Es war herrlich nach dem vorherigen Tag im Monsun! Nur hat unsere Haut wieder gelitten. Aber das kennt sie ja mittlerweile schon…nun sitze ich im Schatten eines Busches an unserem Strand und schaue auf das Meer und die idylische Bucht. Und natürlich den blauen Himmel!
Ein letztes Mal haben wir uns am Buffet vom Buddha View Resort die Bäuche vollgeschlagen. Das war zwar wiedereinmal unheimlich scharf, aber sooo lecker! Auch unser Pensum an Karten schreiben haben wir heute endlich mal erledigt. Morgen Nachmittag geht es dann zurück nach Bangkok…
To be continued…
Schreibe einen Kommentar